IQElite.com im Test: Wie schlau ist das wirklich? Meine Erfahrungen.

Partnervermittlung iq-elite.com - BildschirmfotoIn Deutschland kaum bekannt aber trotzdem bemerkenswert, positioniert sich die Partnervermittlung IQ-Elite auf dem Markt der Eitelkeiten, Begehrlichkeiten und Einsamen.
Die Idee: Anstatt eine neuerliche Auflage einer Wald-und-Wiesen Partnervermittlung auf den nach Konsolidierung schreienden Markt loszulassen wird ein echtes, nachprüfbares Alleinstellungsmerkmal vermarket: Bei IQ-Elite dürfen nur schlaue Leute mitmachen.
Und damit sich kein Dummchen einschleicht, muss man vor der Aufnahme in den illustren Kreis der Genius-Singles erstmal seinen IQ testen lassen.

Bist Du nicht schlau genug, bleibst Du draussen. So einfach ist das!

Wenn es nur so wäre! Dann könnte man den Bericht hier beenden und die IQ-Elite unter sich lassen. Aber neugierig, wie ich ja manchmal bin, habe ich ausprobiert ob ich schlau genug für den erlesenen Zirkel bin. Tatsächlich darf ich stolz vermelden, das mir der virtuelle Einlass in den erlesenen, elitären Kreis gewährt wurde. Obwohl mich der Grenzwert für die Zulassung schon interessieren würde.

Das, was ich hinter der Hochglanz-Oberfläche der Partnervermittlung von iqelite entdeckte, verleitet mich nun zu diesem kleinen Bericht.

Um was geht es überhaupt?

Nachdem ich den Eignungstest absolvierte, erhielt ich sofort einige Partnervorschläge präsentiert. Die Aufmachung ist gelungen, das Design recht gut und die Profile sind informativ.
Auch das man sich durch die einzelnen Partnervorschläge hindurch arbeiten muss und ein schnelles Screening der „Wissenschaftlichen Übereinstimmungen“ möglich ist, kann man mit gutem Willen positiv sehen: So ist man quasi gezwungen, sich jeden einzelnen Partnervorschlag anzusehen, bevor man zum nächsten geht. Wenn ein Vorschlag gefällt, klickt man auf „Ja“ und der Vorschlag wird in der Favoritenliste abgelegt.

Da sich die Anzahl der Vorschläge in Grenzen hält, ist das auch recht schnell erledigt.

Aber irgendwie beschleicht mich etwas Skepsis:
Ich erhalte durch die Bank attraktive, deutlich jüngere Frauen vorgeschlagen. Frauen die zu 90% eines gemeinsam haben: Sie kommen aus Russland, Polen, der Ukraine… Halt nein: Sie wohnen alle in mittelbarer Nähe meines Wohnorts, heissen z.B. Anna, Violeta, Ana, Gulnara oder Olga und füllen ihre Profiltexte, wenn überhaupt, in einer Fremdsprache, gern auch mit kyrillischen Schriftzeichen, aus.

Besonders der Kontaktvorschlag von Violeta wird mir in lebhafter Erinnerung bleiben, verbindet uns doch eine Kompatibilität von 72%…70%….65%….78% – Nach jedem Aufruf des Vorschlages mittels der Refresh-Taste stand da ein anderer Wert. Dieser Fehler scheint aber mittlerweile behoben, die Werte bleiben nun fix.

Ich habe dann noch einen kurzen Blick auf meine Checkliste zur Schnellbewertung von Partnerbörsen geworfen:

  • Optischer Eindruck: Sehr gut, professionell gemacht, wirkt seriös.
  • Anbieter im Land? Ein gültiges Impressum habe ich nicht auf der öffentlichen Seite gefunden. Auch unter den Punkten „über uns“ oder „Kontakt“ lässt sich nicht herausfinden, wer hinter der Seite steht. Erst eine Domainprovider-Abfrage ergibt dann den Inhaber und Unternehmenssitz in Barcelona, Spanien. Das ist soweit in Ordnung, als das es sich um eine Firma mit Sitz in der EU handelt. Kontakt zum Anbieter gibt es nur über ein E-Mailformular, eine Postanschrift oder eine Kontakttelefonnummer wird nirgends genannt. Zumindest habe ich zum derzeitigen Datum keine gefunden.
  • Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind in Englisch ausformuliert und nicht auf Deutsch abrufbar. Unter Punkt 15 der AGB findet sich abweichend vom Unternehmenssitz der Gerichtsstand Delaware, USA.
  • Animateure oder bezahlte Mitglieder werden in den AGB nicht erwähnt.
  • Die Premium-Mitgliedschaft wird jeweils automatisch verlängert und in US-Dollar entweder über Kreditkarte oder Paypal abgerechnet. Die Konditionen zur Verlängerung sind zwar auf der Zahlseite einsichtig, aber erst nachdem ein verdeckter Text unter dem Punkt „Mitgliedschaftsinformationen“ angeklickt wird. Es gibt eine sehr günstige Probemitgliedschaft, die sich nach drei Tagen anscheinend verlängert. Wie lange und zu welchen Konditionen wird nicht genannt. Auch war mir nicht ersichtlich, worin der Unterschied zur Premium-Mitgliedschaft zu 23,90 USD pro Monat (3 Monate Laufzeit) und VIP-Mitgliedschaft (ebenfalls 23,90 USD pro Monat, aber 6 Monate Laufzeit) liegt.
    Immerhin kann die Mitgliedschaft online im Mitgliederbereich unter „Konto“ beendet werden. Die direkt nicht transparente Verlängerung der Mitgliedschaften und das Fehlen eines Hinweises darauf, was nach Ablauf der Probemitgliedschaft passiert, wirkt nicht ausreichend seriös und vertrauensbildend. Das kann man besser lösen.
  • Vom technischen Eindruck her ist die Seite gut gemacht. Die Usability ist gut, der durchschnittlich intelligente Kunde sollte damit klar kommen. Die Testergebnisse werden schön und informativ präsentiert. Allerdings erschliessen sich mir die Testverfahren bei einigen Tests nicht. Die anzuklickenden Bildchen beim „Liebes-Test“ zum Beispiel sind für mich nicht nachvollziehbar. Der Test wirkt nicht professionell. Bei anderen Tests mag das Bild anders aussehen. Vielleicht schreibt dazu ein Leser oder eine Leserin einen Kommentar!?
  • Wer des Englischen ausreichend mächtig ist, findet unter dem Punkt 11 der AGB eine Art Datenschutzerklärung „Privacy“.

Tja, und meine Meinung zu IQ-Elite?
Bei IQ-Elite handelt es sich um eine Partnerbörse mit internationaler Ausrichtung. Da erscheint es logisch, dass sich in der Datenbank auch viele Mitglieder(-innen) finden, die aus einem anderen Land kommen als man selbst. In diesem Fall scheint es sich um relativ viele Mitglieder mit Wurzeln in östlichen Ländern zu handeln. Nur das diese Mitglieder dann in meiner mittelbaren Nähe wohnen sollen, erscheint mir unwahrscheinlich.

Das legt mir die Vermutung nahe, dass dieses Angebot auch von Menschen genutzt wird, die vielleicht andere Kontakt-Absichten hegen als vom Partnerbörsen-Betreiber beabsichtigt. Der eine oder andere Hakler und die fehlende Möglichkeit mit dem Betreiber auch per Telefon-Hotline, Brief oder Fax in Verbindung zu treten, lassen mich zur Zeit auf die Nutzung von iqelite.com verzichten.

Vielleicht erscheint es für besonders intelligente Singles auf Partnersuche sinnvoller, entsprechende Alternativangebote zu suchen, deren Betreiber im Falle von Problemen notfalls auch juristisch greifbar ist, eine Kundenkontakt-Adresse bietet und alle wichtigen Punkte des Angebotes in der Landessprache seiner Kunden anbietet.

Ich werde iqelite.com im Partnervermittlung-Ratgeber nicht weiter beobachten und nicht in die Produe-Liste der empfehlenswerten Partnerbörsen aufnehmen.

Das Thema „Partnersuche für Hochbegabte / Akademiker“ ist aber sehr interessant. Daher werde ich mir in den nächsten Tagen das entsprechende Angebot der Elite Medianet GmbH aus Deutschland näher ansehen. Was bietet das Angebot von Academicpartner.de?

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